Sophia Kesting und Dana Lorenz

Sophia Kesting (1983, Leipzig) und Dana Lorenz (1984, Berlin) arbeiten, neben einzelnen Projekten, seit 2012 gemeinsam an fotografischen Langzeitprojekten.
Die beiden Künstlerinnen haben beide Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert und 2018 ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Joachim Brohm abgeschlossen.

www.sophiakesting.com
www.danalorenz.de
www.asphaltsteinescherben.de

„Trakt IV“ und „Asphalt, Steine, Scherben“

Ausstellungen

„Trakt IV“, 2017–2019

Trakt IV gibt einen exklusiven, subjektiven Einblick in die unterschiedlichen Subkulturen des Leipziger Elektro-/Technoclubs „Institut fuer Zukunft“ (IFZ) und wurde von den beiden Künstlerinnen im Zeitraum von 2017 – 2019 fotografiert.
In enger Kooperation mit dem Club selbst und in Vereinbarung mit der bestehenden ‚No Photo Policy‘, ist ein sensibles Bildkonvolut erwachsen, das die verschiedenen Manifestationen und Zustände des sozialen Raums thematisiert. Zwischen geöffneten und geschlossenem Club zeigen die Mittelformatfarbfotografien den tatsächlich physischen Raum, seine Oberflächen und Materialitäten, die Flüchtigkeit des Moments, die Besucher*innen zwischen Nähe & Distanz und die Arbeit des Kollektivs im Hintergrund.
 
„Trakt IV“ wurde im Jahr 2019 erstmalig als intermediales Ausstellungsprojekt bestehend aus einer 5-Kanal-Projektion (14min. im Loop) mit einer Soundcollage, plakatierten Fotografien und literarischem Texten in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig präsentiert.

„Asphalt, Steine, Scherben“, 2012–2020

Asphalt, Steine, Scherben ist ein fotografisches Langzeitprojekt, welches sich mit dem Transformationsprozess des Wilhelm-Leuschner-Platzes im Zentrum Leipzigs auseinandersetzt. Die beiden Künstlerinnen zeigen in ihren analogen schwarzweiß- Mittelformataufnahmen diverse Bebauungen wie das „Bowlingtreffgebäude“, das von 1987 bis 1997 in Betrieb war, historische Relikte sowie diverse Formen der Zwischennutzung des „Nicht-Ortes“, wie Marc Augé in „Orte und Nicht-Orte. Vorüberlegungen zu einer Ethnologie der Einsamkeit“ (1994) treffend beschrieben hat. Die im städtischen Kontext seit Jahren kontrovers diskutierten Nutzungs- und Bebauungspläne, haben sich bis heute nicht eingelöst. So thematisieren Sophia Kesting & Dana Lorenz vor allem den Stillstand, der in der performativen Wiederholung ihrer Bildmotive sichtbar wird, wie auch seine episodenhaften Veränderungen, z.B. durch den Bau des Citytunnels und diversen Interimsveranstaltungen. Seit 8 Jahren erforschen Sophia Kesting und Dana Lorenz fotografisch die verschiedenen räumlichen Zustände –– schwankend zwischen Identifikation und Entfremdung, kollektiven Erinnerungen und Identitätszuschreibungen.
 
„Asphalt, Steine, Scherben“ wird seit 2014 regelmäßig in Museen und Galerien als fotografische Rauminstallation in Deutschland ausgestellt.

Ausstellungsverlauf der Gemeinschaftsarbeiten „Asphalt, Steine, Scherben“ und „Trakt IV“

2019
GfZK, Leipzig (Intermediales Ausstellungsprojekt in Kooperation mit dem IFZ (Institut fuer Zukunft) & Adrian Dorschner
”Positionen: Architektur und Fotografie“ | Vortrag | HTWK, Leipzig

2018
Galerie 3 Ringe | f/stop 8. Festival für Fotografie, Leipzig (Einzelausstellung)
Beck & Eggeling Fine Art, Düsseldorf (Gruppenausstellung)

2016
Galerie 3 Ringe | f/stop 7. Festival für Fotografie, Leipzig (Gruppenausstellung)
Deutsche Fotografische Akademie | Portfoliowalk, Deichtorhallen, Hamburg

2015
Deutsche Fotografische Akademie | Vortrag, Grassimuseum, Leipzig

2015
Stadtgeschichtliches Museum, Leipzig (Einzelausstellung)

2014
Kunstraum Ortloff, Leipzig | f/stop 7. Festival für Fotografie, Leipzig (Einzelausstellung)