with Jakob Limmer, Marta Pohlmann-Kryszkiewicz and Martin Böttger

CLUB

Group Show

25.04.–12.06.2026

CLUB vereint drei künstlerische Positionen, die auf je eigene Weise das Verborgene sichtbar machen. Jakob Limmer erforscht in Medienkunstinstallationen das Spannungsfeld von Rebellion und Neugier und hinterfragt Strukturen von Autorität und Macht. Marta Pohlmann-Kryszkiewicz richtet ihren Blick in Fotografie auf Wandlungsprozesse, auf der Suche nach dem, was Objekte und Fragmente in ihren Schichten verbergen. Martin Böttger nähert sich in Skulpturen und visueller Kunst der menschlichen Evolution und der Transformation des Körpers.


Jakob Limmer, geboren 1988 in Bamberg, studierte von 2016 bis 2020 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Unter der Leitung von Prof. Joachim Blank spezialisierte er sich auf Medienkunst in der Klasse für Installation und Raum. Zuvor absolvierte er ein Studium im Bereich Sound Design im Studiengang MultiMediaArt an der Fachhochschule Salzburg.
In seiner künstlerischen Praxis untersucht er, wie Strukturen auf Körper wirken und wie sich in diesem Verhältnis Handlungsspielräume eröffnen. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist die Beobachtung, dass wir ständig mit Systemen, Regeln und gebauten Umgebungen konfrontiert sind und gleichzeitig damit beschäftigt, diese zu beeinflussen, zu unterlaufen oder uns ihnen anzupassen. Wenn weiche, körpernahe Materialien auf starre, strukturelle Elemente treffen, werden Druck, Widerstand, Anpassung und Verletzlichkeit sichtbar. Seine Skulpturen, Wandobjekte und Installationen eröffnen einen Raum, in dem Fragen nach Handlung, Widerstand und menschlicher Präsenz verhandelt werden können.


Martin Böttger lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland. Er studierte Visuelle Kommunikation und Neue Medien an der Hochschule für Kunst und Design Kassel, 2010 absolvierte er die Meisterklasse von Joel Baumann. Von 2010 bis 2014 war Martin Boettger wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter für Neue Medien an der Hochschule für Kunst und Design Kassel und promovierte. Seit 2014 ist er Dozent an der SRH University Berlin für audiovisuelle Performances und computergenerierte Bilder. Seine Arbeiten wurden in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt, u.a. im Kunsthaus Erfurt in Erfurt, Maus Contemporary Birmingham in den USA und Osaka Museum in Osaka, Japan.
Seine Arbeit konzentriert sich auf Skulpturen und visuelle Kunst, die Themen wie die menschliche Evolution, Verformung durch Umgestaltung und eine abstrakte Untersuchung des Körpers und seiner Optimierung umfasst.


Marta Pohlmann-Kryszkiewicz lebt und arbeitet in Leipzig. Sie studierte Fotografie bei Peter Pillar und Astrid Klein an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig und schloss ihr Studium 2016 ab.
Ihr künstlerischer Fokus liegt auf Fotografie, Fotocollagen und partizipativen Performances. Sie untersucht Transformation, Überreste, sogenannte „Remains“, sowie die Lesbarkeit von Objekten und erforscht Strukturen und Schichten materieller Wandlungsprozesse: von Schwarz-Weiß-Arbeiten über verblasste Farben bis hin zu Helligkeit und Stärke. Ihr Fotobuch Natural Forms (Vexer Verlag, 2019) gibt Objekten und Fragmenten durch fotografische Aneignung eine neue Deutung ihrer Geschichte. Neben ihrer fotografischen Praxis entwickelt Pohlmann-Kryszkiewicz partizipative Formate. In ihrer Performance Wenn das Summen sichtbar wird untersucht sie im Format eines „Movement Choir", wie körperliche Bewegung die Wahrnehmung von Raum- und Körpergrenzen im öffentlichen Raum auflösen kann.