Sabine Weise

Sabine Weise wurde 1968 in Leipzig geboren. Sie lebt und arbeitet heute in ihrer Heimatstadt. Von 1991 bis 1998 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste München, wurde 1995 Meisterschülerin und schloss ihr Studium 1998 mit dem Diplom ab.

Seit den 1990er Jahren entwickelt sie ein Werk, das sich zwischen Zeichnung und Malerei bewegt und in dem reduzierte Formen und Linien aus einem intuitiven Arbeitsprozess hervorgehen. Dabei sind auch die Materialien reduziert. Neben Acryl und Bleistift arbeitet sie vor allem mit Tusche auf Papier, da durch Pigmentierung und Haptik der Tusche der zentrale, intuitive Fluss besonders gut umgesetzt werden kann.

Über drei Jahrzehnte hinweg entstanden so mehrere Serien, die an Variationen in der Musik erinnern. Zeitlosigkeit und Beständigkeit spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Kommunikation zwischen den Werken. So können sie jeweils für sich alleine stehen, entfalten jedoch besonders im Zusammenspiel ihre Wirkung.

In der ODP hat sie zum ersten Mal ausgewählte Werke aus über 300 Arbeiten verschiedener Serien zu der Installation "Zeichen", die vom 03.03.2026 bis zum 17.04.2026 zu sehen war, zusammenkomponiert. Trotz teilweise großer Unterschiede in Alter, Material und Größe entwickelt sich, wie innerhalb der Serien selbst, eine intensive Beziehung zwischen den Werken. Durch die sorgfältig bedachte Komposition entstehen feine Bezüge und leise Dialoge, die sich mit einem sanften, musikalischen Rhythmus entfalten. Es zeichnen sich Wege ab, die dazu einladen, neue zu denken. So wirkt die Installation wie ein lebendiges Netzwerk ohne Endpunkt.

Œuvre