
FRAGIL
24.04.–12.06.2026
Anja Heymann studierte Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Nach Abschluss des Diploms der Bildenden Künste im Bereich Installation und Raum bei Prof. Joachim Blank setzte sie ihre künstlerische Tätigkeit fort. Bis 2013 in der Vermittlung zwischen Kunst und Wissenschaft im Bereich Workshopgestaltung im Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie tätig. Seit 2017 war sie Mitbegründerin der Projektgruppe FORMATION 7. Ihre Arbeiten waren bisher auf nationalen, wie internationalen Gruppenausstellungen, im Deutschen Historischen Museum in Berlin, sowie im Museum der bildenden Künste Leipzig zu sehen. Anja Heymann erhielt unter anderem das erste Arbeitsstipendium des Vereins zur Entwicklung einer JULIANE-NOACK Künstlerförderung. Ihre Arbeiten sind grade in der Dauerausstellung im Rosenhangmuseum in Weilburg zu sehen. Sie lebt und arbe- itet in Leipzig.
Die Arbeiten von Anja Heymann bewegen sich zwischen Material, Raum und Symbol. Textile und skulpturale Werke werden zu einer räumlichen Installation angeordnet, die Fragen nach Schutz, Neuordnung und Hoffnung aufwirft. Dabei verkörpern Werke aus alltäglichen Materialien wie Haar und Nadeln gegensätzliche Spannungen, zwischen Anziehung und Abstoßung, Schutz und Angriff, dem Persönlichen und dem Fremden. Ausgangspunkt ist die Beobachtung der eigenen Umgebung und eine genaue Erkund- ung von Beziehungsdynamiken und gesellschaftlichen Rollen. In ‹ FRAGIL › mündet dies in ein Bekenntnis zur Hoffnung.
Zentrales Werk der Ausstellung ist eine Flagge aus Millionen von Stecknadeln. Von einer Fahnenstange etwa zwanzig Grad in den Raum ragend, fällt sie schwer herab und breitet sich auf dem Boden aus. Die Nadeln verwandeln den Stoff in eine schim- mernde, wehrhafte Oberfläche, eine Struktur aus unzähligen Setzungen, in der Verlet- zlichkeit und Schutz zugleich sichtbar werden.
—> AM ERÖFFNUNGSTAG ERGÄNZT HEYMANN DIE AUSSTELLUNG MIT EINER PERFORMANCE!


